Tagesschau
11. Dezember 2019 aktualisiert um 21:06
Verkehr und Straßenzustand

Morandi-Brücke: Trauer ein Jahr nach dem Einsturz

Italien gedenkt in Genua der 43 Opfer des Brückeneinsturzes vor einem Jahr. Die Morandi-Brücke war am 14. August 2018 eingestürzt.

In Genua hat Italien auf einer Gedenkveranstaltung der 43 Opfer des Brückeneinsturzes vor einem Jahr gedacht. Am 14. August 2018 war die Morandi-Brücke eingestürzt. Zahlreiche Fahrzeuge und ihre Insassen stürzten in die Tiefe. Noch immer ist nicht aufgeklärt, was genau zu der Tragödie führte.

Die Überreste der alten Brücke sind mittlerweile abgerissen. Eine neue Brücke wird gebaut und soll Mitte April fertig sein. Geleitet wird der Bau von Stararchitekt Renzo Piano, der ursprünglich aus Genua kommt.

Die Gedenkzeremonie mit Gottesdienst findet in der Nähe des ersten Pfeilers der neuen Brücke statt. Neben zahlreichen Angehörigen der Opfer sind auch Staatspräsident Sergio Mattarella und Regierungsvertreter aus Rom angereist. Auch Vertreter der Autobahngesellschaften kamen zur Feier. 

Sie verließen diese jedoch wieder, nachdem die Angehörigen der Opfer gegen ihre Anwesenheit protestiert hatten. 

Papst Franziskus hatte den Bürgern Genuas kurz vor dem Jahrestag Mut zugesprochen. "Verliert eure Hoffnung nicht, lasst sie euch nicht rauben!", schrieb das katholische Kirchenoberhaupt in einem Brief, der am Dienstag unter anderem in der Lokalzeitung "Il Secolo XIX" veröffentlicht wurde. Darin bezeichnete er den Einsturz der Morandi-Brücke als "Katastrophe, die hätte verhindert werden können".

(pm)

 

					

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