Tagesschau
04. Oktober 2022 aktualisiert um 10:55
Politik und Institutionen

UNO: Südtirol als Vorbild für Minderheitenschutz

Südtirol war Thema auf einer Veranstaltung der Vereinten Nationen erstmals seit 1960. Für Südtirol war Landeshauptmann Arno Kompatscher dabei.

Großes Treffen der Vereinten Nationen in New York und als Rahmenprogramm eine hochrangige Tagung zum 30. Jahrestag der UNO-Erklärung für Minderheitenrechte. Auch Südtirol war dabei Thema, erklärt Landeshauptmann Arno Kompatscher. 

„Es ist eine Tatsache, dass der Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen Südtirol als eines der wenigen Beispiele in der Welt genannt hat, wo es gelungen ist, nachhaltigen Minderheitenschutz auch zu verwirklichen.“

Wobei der Minderheitenschutz in Südtirol bzw. die Autonomie nur als Modell für andere Länder dienen könne: „Wir haben schon klargestellt, dass dieses Modell nicht 1:1 übertragbar ist auf andere Situationen, aber doch einige Elemente dabei sind, die wichtig sein können, vor allem ein Einvernehmen zwischen den betroffenen Staaten.“

Darauf wurde auf der Tagung wiederholt Bezug genommen - unter anderem auch vom österreichischen Bundespräsidenten Alexander van der Bellen, bestätigt Kompatscher. „Wenn die Südtirol-Autonomie als internationales Beispiel bei einer Veranstaltung der Vereinten Nationen hervorgehoben wird und vor allem Italien und Österreich Lob und Anerkennung dafür erhalten, dann schützt und stärkt das auch die Südtirol-Autonomie.“

Die Südtirol-Autonomie, die aber selbst immer wieder nachgebessert werden müsse. „Es geht auch darum, aufzuzeigen, dass ein Minderheitenschutz nie abgeschlossen ist, ein solches Modell ist immer weiter zu entwickeln.“

Das kleine Südtirol jedenfalls war gestern in New York ein Thema. Das wichtigste Thema bei der UNO-Vollversammlung in New York war aber der Krieg in der Ukraine. Dort ist es nach Ansicht der politischen Beobachter für Autonomie-Lösungen vorerst aber zu spät.

mm 

					

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