Ausblick

2024 – Neue Bestimmungen kommen

Worauf müssen wir uns 2024 einstellen? Welche Vorhaben werden umgesetzt? Und: Wird 2024 teuer?

* Der geschützte Energiemarkt wird abgeschafft. Immer wieder war sein Ende hinausgeschoben worden, 2024 ist es so weit. Den Beginn macht der Gasmarkt - am 10. Jänner. Doch keine Panik: Kalt wird es nicht in der Wohnung, es ändert sich nur der Tarif.

* Der geschützte Strommarkt dagegen, der läuft erst im Sommer aus. 

Doch auch hier; keine Sorge: Es kann NICHT sein, dass man plötzlich im Dunkeln sitzt.

* Verlängert wurde dagegen den Superbonus für das energetische Sanieren. Bekommen werden ihn allerdings nur noch Geringverdiener mit einer ISEE-Erklärung unter 15.000 Euro. Alle anderen erhalten noch 70 Prozent der Kosten über den Steuerausgleich zurückerstattet.

* Zurück zur Energie: Sie könnte auch teurer werden. Denn die Mehrwertsteuer auf Gas ist wieder angehoben worden. Nicht die einzige schlechte Nachricht aus Verbrauchersicht: Auch für Windeln und Hygieneprodukte für Frauen sowie für Kindersitze gelten wieder höhere Mehrwertsteuer-Sätze. 

Insgesamt rechnet der staatliche Konsumentenschutzverein Codacons mit 1000 Euro Mehrausgaben pro Familie. 

Teurer werden laut Codacons KFZ-Versicherungen und das Telefonieren, aber auch Bahn- und Flugreisen.

* Wer nach Venedig reist, muss 2024 zudem mit fünf Euro Eintrittsgeld rechnen. An besonders besucherstarken Tagen und Wochenenden im Frühling will die Stadt das neue Modell testen.

Wenn die Menschen, die hier leben, das Geld bekommen, dann sind wir dafür. 

Es ist so schön hier, wir sind schon zum zweiten Mal da. Mir wäre es das Geld wert. 

ich bin dafür, aber fünf Euro sind nicht genug, ich würde 50 Euro verlangen. Venedig ist nicht mehr dazu in der Lage, all diese Touristen aufzunehmen. Denn was hinterlassen Sie? Dreck. Und wer zahlt für den Abfall? Die Venezianer mit ihren Steuern. Also, nicht fünf Euro, sondern 50. 

Daraus wird nichts. Getestet werden vorerst fünf Euro Eintritt. Dazu kommt: Ab 1. Juni verbietet die Stadt Touristengruppen mit mehr als 25 Personen - und Lautsprecher bei Stadtführungen.

* Auch sie prägen das Bild der Städte immer stärker: Elektroroller. Auch für sie sollen 2024 strengere Regeln in Kraft treten. Sie müssen beispielsweise versichert werden. Ab wann genau, das ist allerdings noch nicht ganz klar. Auch Falschparken und extreme Geschwindigkeitsüberschreitungen sollen teurer werden. Geplant sind auch deutlich höhere Strafen etwa fürs Telefonieren am Steuer oder für alkoholisiertes Fahren. Der Grund dafür: die vielen Unfälle. An die 3000 Menschen sind in den vergangenen Jahren im Schnitt auf Italiens Straßen gestorben. 

* Und wer einen Tagesausflug nach Österreich macht, auch für den gibt es eine Neuerung. Seit 1997 gilt dort auf den Autobahnen Vignettenpflicht. Die günstigste bisher: Die Zehn-Tages-Vignette. Das neue Jahr bringt eine neue Kategorie: Die Ein-Tages-Vignette. Erhältlich ist sie wie alle Vignetten schon seit 1. Dezember, allerdings nur digital. Für Autos kostet ein Tag auf österreichischen Autobahnen 8,60 Euro. Zum Vergleich: Zehn Tage kosten 11,50 Euro.

* Eine von uns.... im vergangenen Jahr sind in Italien fast 100 Frauen getötet worden. Nur weil sie Frauen waren. 

Um Frauen in Gewaltsituationen zu helfen, hat das Land einen Solidaritätsfonds eingerichtet. Damit sie sich sich zumindest keine Gedanken darüber machen müssen, ob sie es sich leisten können, sich auch vor Gericht zu wehren und ihr Recht durchzusetzen. 

Voraussetzung ist unter anderem: Die Begleitung durch einen Frauenhausdienst. Beantragt werden kann der Beitrag über die Sozialsprengel - und das ab sofort. 

* Und ab Februar gibt es für Frauen und auch für Kinder, die Opfer von Gewalt sind, in den Südtiroler Krankenhäusern dann auch eine Ticketbefreiung.