Ausblick

2024 – Tennis, Biathlon, Eishockey und Fußball und Olympia

Gleich zwei Großveranstaltungen stehen 2024 an. Aber auch für Südtirol und Südtiroler Sportler bringt 2024 Großes.

Spätestens seit dem Sieg im Davis Cup und dem formidablen Auftritt bei den ATP-Finals ist Tennis ein Südtiroler Volkssport. Und lange müssen die Südtiroler nicht auf den Start ins Tennisjahr von Jannik Sinner warten: Am 15. Jänner beginnt das erste Grand Slam Turnier des Jahres – in Australien. Vor einem Jahr war er noch die Nummer 15 der Welt und schied in der vierten Runde aus – heuer soll das besser werden. Denn Jannik Sinner ist jetzt die Nummer vier der Welt und hat damit zumindest auf dem Papier leichtere Aufgaben zu lösen. Und wenn es in Australien nicht klappt, dann bleiben immer noch drei weitere Grand Slam Turniere, bei denen er heuer die Chance hat zu überzeugen. Sinners erklärtes Ziel für dieses Jahr: das vergangene Jahr zu bestätigen und im November wieder bei den ATP-Finals in Turin dabei zu sein.

Ende Jänner wird es für die Südtiroler Sportorganisatoren ernst: Der Biathlon Weltcup kommt vom 18. Bis 21. Jänner nach Antholz. Der Biathlon Weltcup ist die größte Sportveranstaltung, die in Südtirol ausgetragen wird. Sechs Rennen stehen heuer auf dem Programm – die letzten Rennen vor der Olympia-Generalprobe im kommenden Jahr. 

Für die Biathleten geht es nach Antholz weiter nach Nove Mesto in der Tschechischen Republik. Vom 6. Bis zum 20. Februar finden hier die Weltmeisterschaften statt. Dorothea Wierer und Lisa Vittozzi sind die Zugpferde für die italienische Mannschaft, und in ihrem Windschatten sollen sich die Hoffnungen für Olympia 2026 entwickeln: Allen voran Rebecca Passler und Hannah Auchentaller, die schon für Ausrufezeichen gesorgt haben, aber vor allem Routine und Erfahrung sammeln sollen.

Ende April dann ist Eishockey Trumpf: in Bozen wird die Eishockey-WM der 1. Division ausgetragen. Die Mission für Italien ist keine geringere als der Aufstieg in die Weltgruppe. Dieser Aufstieg ist auch im Hinblick auf Olympia 2026 wichtig: Denn für dieses Turnier ist Italien als Gastgeberland fix qualifiziert. Doch man möchte mehr als nur dabei sein – und deshalb ist es notwendig, auf dem höchsten Niveau zu spielen und sich an die Geschwindigkeit und das Niveau der Besten zu gewöhnen. Die Gegner beim Turnier in Bozen sind Ungarn, Slowenien, Südkorea, Japan und Rumänien.

Dieser Sommer wird wieder ein Fußballsommer. Endlich wieder ein internationales Turnier, das in Europa und in einem einzigen Land ausgetragen wird. Nach dem Sommermärchen 2006 trägt Deutschland im Juni und Juli die Europameisterschaft aus. Nachdem Italien bei der letzten WM nicht dabei war, konnten sich die Azzurri, die übrigens Titelverteidiger sind, für die EM 2024 qualifizieren. Und damit besteht die kleine Chance darauf, dass es zum ewig jungen Duell zwischen Deutschland und Italien kommt. Das Turnier beginnt am 14. Juni, das Finale wird einen Monat später ausgespielt. Zehn Städte sind Gastgeber für die 24 teilnehmenden Mannschaften. Und auch Österreich hat sich für diese Endrunde qualifiziert. 

Im Anschluss an die Fußball-EM beginnt das größte Sportfest: Alle vier Jahre ist es so weit. Olympia ruft und Sportler aus aller Welt bereiten sich genau auf diese Veranstaltung vor. Im Sommer 2024 ist Olympia in Paris zu Gast. Zum dritten Mal nach 1900 und 1924. Da stehen dann auch Sportarten im Rampenlicht, die ansonsten nicht so groß gespielt werden. Erstmals sollen bei diesen Spielen gleich viele Frauen wie Männer an den Start gehen. Dass es zu einem Sportfest wird, dafür werden 10.500 Sportlerinnen und Sportler aus 137 Ländern sorgen. Insgesamt werden 329 Olympiasieger in den verschiedenen Sportarten gekürt.

Wir hoffen, dass sich auch der eine oder andere Südtiroler Sportler qualifizieren kann – und wenn Jannik Sinner fit ist, dann wird er wohl auch beim olympischen Tennisturnier aufschlagen. Und dass er dabei nicht chancenlos ist, das hat er im abgelaufenen Jahr mehr als eindrucksvoll bewiesen.