Bluttat in Innichen: Die Bilder vom Tatort
In der Nacht von Samstag auf Sonntag ereignete sich in Innichen ein Gewaltverbrechen, das die Gemeinde erschüttert. Zwei Menschen starben. Die Behörden riegelten die Gegend weiträumig ab. Es wurde Zivilschutzalarm gegeben.
Nach diesen zwei Tötungsdelikten verschanzte sich der mutmaßliche Täter mit der Waffe in seiner Wohnung. Es handelt sich um den 49-Jährigen Ewald Kühbacher aus Innichen, Sohn eines ehemaligen Jagdaufsehers. Am Sonntagvormittag drang eine Sondereinheit der Carabinieri in das Gebäude gewaltsam vor.
Gegen 10:30 Uhr kam es bei der Erstürmung des Mehrfamilienhauses in Innichen zu einem Schusswechsel mit den Sicherheitskräften. Dabei richtete der Mann die Waffe auf sich selbst und verletzte sich lebensgefährlich am Hals. Er wurde auf der Intensivstation im Krankenhaus von Bozen betreut. Am Abend erlag er den schweren Verletzungen.
Der 50-jährige Ewald Kühbacher war Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma. Er soll sehr zurückgezogen gelebt haben. Zum Tatmotiv ist noch nichts bekannt. Die Staatsanwaltschaft will am Montag zum Fall Stellung nehmen.
Die Erstürmung des Tatorts
Das Ausmaß der Gewalttat wurde erst nach der Erstürmung klar: Es zeigte sich, dass es ein zweites Todesopfer gibt: Es ist der pflegebedürftige, rund 90-jährige Vater des mutmaßlichen Täters, Hermann Kühbacher.
Beim ersten Opfer handelt es sich um die 50-jährige Waltraud Jud – die Nachbarin des Täters. Sie war von Lärm in der Nacht aufgeschreckt worden und zur Wohnung gekommen.
Am Sonntagvormittag wurde das Wohngebäude, indem sich Ewald Kühbacher verschanzt hatte, gewaltsam gestürmt. Es fielen unzählige Schüsse, wie im folgenden Video zu hören ist:
Bluttat in Innichen: Der Moment des Zugriffs
Begonnen hatte das Drama mit einem Gasalarm. Als Feuerwehr und Carabinieri zur Wohnung kamen, eröffneter der mutmaßliche Täter das Feuer. Sicherheitskräfte riegelten die Gegend weitläufig ab und umstellten das Haus.
Am späten Vormittag schließlich stürmten sie dann die Wohnung. Kurz darauf wurde die Bevölkerung informiert, dass die Gefahr vorbei sei. Die Straßensperren wurden aufgehoben.
