Max Leitner ist verstorben. Der Ausbrecherkönig ist am Dienstag in seiner Wohnung in Meran von einem Bekannten tot aufgefunden worden. Das bestätigt sein Anwalt Angelo Polo.
Der 66-Jährige lebte zuletzt in einer Wohnung, die ihm die Gemeinde zur Verfügung gestellt hatte und durfte das Gemeindegebiet nicht verlassen. Er wurde vom Zentrum für psychische Gesundheit und vom Sozialdienst betreut und war seit einiger Zeit gesundheitlich angeschlagen.
Seit vier Monaten stand Leitner unter Sonderüberwachung. Grund für diese Entscheidung der Justiz waren wiederholte Drohungen, die Leitner gegenüber Gesundheitspersonal ausgesprochen hatte. Eine Sonderüberwachung ist eine Maßnahme, die für als besonders gefährlich erachtete Kriminelle verhängt wird.
Erster Banküberfall im Alter von 18 Jahren
Leitner hat seinen ersten spektakulären Banküberfall mit 18 Jahren verübt, damals mit Spielzeugpistole. Seiter saß er insgesamt 26 Jahre im Gefängnis, fünf Mal ist er ausgebrochen. Mehrmals verübte er Überfälle auf Banken und Geldtransporter in Norditalien sowie in Österreich.
Einer der spektakulärsten Gefängnisausbrüche gelang ihm in Bozen. Damals seilte er sich filmreif mit zusammengeknoteten Bettlaken über die Mauer des Gefängnisses in der Dantestraße ab. Über das Leben des ehemaligen Serien- Bankräubers und Ausbrecherkönigs Max Leitner gibt es mittlerweile auch eine Art Biografie.
Zuletzt war Leitner im September 2021 nach einer Schießerei auf ein Auto einer Prostituierten in Bozen festgenommen worden. Im März 2022 kam er unter Auflagen frei und lebte seither in Meran.
