Tagesschau
18. Mai 2022 aktualisiert um 18:29
Chronik

Bozen

Vergewaltigung treibt Hunderte zum Protest an die Talfer

Nach der Vergewaltigung am Talferufer haben an die 300 Personen an einer Mahnwache teilgenommen. Derweil ist die Diskussion über die öffentliche Sicherheit neu entbrannt.
Quelle © Rai Tagesschau Die Mahnwache sei ein Zeichen der Solidarität mit dem 15-jährigen Opfer, sagten die Veranstalter.
Die Mahnwache sei ein Zeichen der Solidarität mit dem 15-jährigen Opfer, sagten die Veranstalter.
Zur Mahnwache an der gelben Brücke über der Talfer, und damit in unmittelbarer Nähe zum Tatort, rief die sogenannte Frauenkoordination der Gewerkschaft AGB/CGIL. Man wolle ein Zeichen setzen - gegen Gewalt und gegen Einschüchterung. Der Mahnwache schlossen sich mehrere Vereine, Verbände und Parteien im Land an. 

Derweil diskutiert Bozen weiter über die Sicherheitslage in der Stadt. Bürgermeister Renzo Caramaschi sagt, in seiner Amtszeit seien 125 Überwachungskameras eingerichtet worden, bis zum Jahresende würden es 140 sein. Aber: Verbrecher würden sich davon nicht abhalten lassen. "Die, die das Verbrechen wirklich in sich tragen, lassen sich von Videokameras leider nicht aufhalten", sagte Caramaschi zu Rai Südtirol.

Im Bozner Regierungskommissariat findet deshalb heute ein Sicherheitsgipfel statt. Laut Regierungskommissär Vito Cusumano sollen dort weitere Maßnahmen für die Sicherheit in Bozen diskutiert werden.

(pg)

					

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