Tagesschau
    05. April 2020 aktualisiert um 19:00
    Wissenschaft und Technik

    Internet der Dinge

    5G - Segen oder Fluch ?

    Online - immer und überall - schon bald mit 5G. Elektrosensible Menschen haben Angst vor mehr Strahlung und einer Senkung der Schwellenwerte.
    Quelle © Rai Tagesschau
    Schnelles Internet und überall online sein, das ist für die meisten das um und auf. 5G heißt aber nicht nur schnell surfen im Internet. Auch das sogenannte Internet der Dinge braucht viele Daten in großer Geschwindigkeit. Die Entwicklung hin zu einem schnellen Datenfluss ist nicht aufzuhalten, sie läuft schon lange und sie bringt auch mehr Strahlung.  Aus Sicht der Bewegung "Bürgerwelle Südtirol" ist genau das eine Gefahr für die Gesundheit. 1.600 Unterschriften hat sie gegen die neue Technologie gesammelt. 

    Dauerhafte Strahlung überall

    Für den baubiologischen Messtechniker Armin Sparer, selbst Mitglied der "Bürgerwelle Südtirol", kommen mit 5G zwei Gefahren auf uns zu. Zum einen könnte der in Italien im Vergleich zu anderen EU-Ländern niedrige Grenzwert für Strahlen erhöht werden. Denn schnelle Datenübertragung liegt im Interesse der Wirtschaft und vieler Bürger. Zum anderen aber birgt das Internet der Dinge die Gefahr, dass die Strahlen überall und in jeder Lebenssituation gegeben sind.

    "Ich brauche keinen Heizkosten-Zähler, der jede halbe Minute einen kurzen starken Funk-Impuls schickt."   

    (Armin Sparer, Messtechniker) 

     

    Protest gegen 5 G vor dem LandtagProtest gegen 5 G vor dem Landtag

    Mehr Antennen - überschaubare Belastung

    Luca Verdi versteht die Sorgen, es werde mehr Antennen geben, sagt der Direktor des Labors für Luftanalysen und Strahlenschutz. Er will das Problem auch auf keinen Fall kleinreden. Dennoch bezeichnet Luca Verdi die gesundheitlichen Belastungen durch die neue 5G-Handytechnologie als überschaubar. Es gebe schon genug Studien über die Strahlenbelastung auch für die neusten Technologien, sagte Verdi im Morgengespräch auf Rai Südtirol. In den vergangenen Jahrzehnten habe die Strahlenbelastung ständig zugenommen und die Grenzwerte würden immer öfter erreicht. 

    Einige Gemeinden haben beschlossen, diese neue Technologie zu verbieten. Offen bleibt jedoch, wie ein Rekurs eines Telekomunikationsgiganten gegen eine Ablehnung eines Projekts ausgehen wird.

    Wer die Strahlenbelastung möglichst gering halten möchte, kann dies wohl nur, wenn er das Einkaufen nicht dem Kühlschrank überlässt und den Heizzähler selber abliest.

    (ka)


     
    
    					

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