Tagesschau
16. Oktober 2021 aktualisiert um 17:12
Politik und Institutionen

Beschwerde abgewiesen

Mordfall Obrist: Urteil rechtskräftig, 30 Jahre Haft für Rabih Badr

Für den Mord an seiner Lebensgefährtin Marianne Obrist wurde Rabih Badr zu 30 Jahren Haft verurteilt. Jetzt ist diese Entscheidung rechtskräftig.
Quelle © Ansa Foto  Das Kassationsgericht in Rom hat die Beschwerde abgewiesen. Das Urteil ist rechtskräftig.
Das Kassationsgericht in Rom hat die Beschwerde abgewiesen. Das Urteil ist rechtskräftig.
Marianne Obrist war am 22. August 2017 tot in ihrer Wohnung in Brixen/Milland aufgefunden worden. Ihr Lebensgefährte, Rabih Badr, verständigte die Rettungskräfte und behauptete, die Frau sei gestürzt. Die Autopsie aber zeigte: Obrist war am Abend zuvor mit einem stumpfen Gegenstand zu Tode geprügelt worden und innerlich verblutet.
Wenig später wurde ein Baseballschläger in der Wohnung beschlagnahmt. Er gehörte dem Lebensgefährten und wies Blutspuren auf. Der Marokkaner wurde daraufhin wegen Mordverdachts verhaftet. Vor Gericht gestand er die Tat, als Motiv gab er Eifersucht an.

30 Jahre Haft 

Das Landesgericht Bozen verurteilte den Mann im Dezember 2018 zu 30 Jahren Haft und folgte damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Erschwerend wurde gewertet, dass Badr über längere Zeit auf die Obrist eingeschlagen und sie dann auch noch durch drei Messerstiche verletzt hatte. Die Verteidiger legen Berufung ein.
Im Jänner 2020 bestätigte das Oberlandesgericht die Entscheidung. Ausschlaggebend für die hohe Strafe sei die Grausamkeit der Tat gewesen. Badr akzeptierte auch dieses Urteil nicht und zog vor den Kassationsgerichtshof. Der hat den Rekurs jetzt abgewiesen. Damit ist die Haftstrafe von 30 Jahren gegen den aus Marokko gebürtigen Mann rechtskräftig.

ep/hase

					

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